Rote-Bete-kritharaki
Als Kind konnte meine Großmutter mich mit roter Bete regelrecht vertreiben. Es war einfach ein Gemüse, das ich nicht mochte. Doch im Laufe der Zeit hat sich das verändert. Heute liebe ich sie umso mehr.
Ich experimentiere gerne mit dieser Knolle und entdecke immer wieder neue Möglichkeiten, sie in meine Gerichte zu integrieren. Mich fasziniert nicht nur die leuchtend rote Farbe der Bete, sondern auch ihr nussiger Geschmack – beides hat eine so wunderbare, wärmende Wirkung.
In Kombination mit Kritharaki, diesen kleinen, reisförmigen Nudeln, entsteht ein harmonisches Gericht, das sowohl geschmacklich als auch optisch ein Genuss ist. Und weil ich eine große Leidenschaft für schönes Geschirr habe, macht es mich noch glücklicher, dieses Gericht auf einem meiner Lieblings-Teller zu servieren. Dieser besondere Teller wurde von meiner Freundin Delia auf meinen Wunsch hin getöpfert – ein wahres Meisterstück hier aus Luxemburg.
Es sind diese kleinen, aber feinen Details, die ein einfaches Gericht für mich zu etwas ganz Besonderem machen.
Zutaten, für 6 Personen
600g frische rote Bete, mit Blättern
2 kleine rote Schalotten
die abgestreiften Nadeln von 2 Ästen Rosmarin
3 Essl. Olivenöl
2 Essl. Tomatenmark
4 Essl. dunkler Balsamicoessig von guter Qualität
1 – 1,2 Liter Gemüsefond, aus der Vorratskammer
500g Kritharaki (Nudeln in Reisform, alternativ Orzo oder Risoni)
1 Lorbeerblatt
eine große Prise Meersalz - schwarzer Pfeffer, frisch aus der Mühle
Dill, Thymian, Schnittlauch und Rosmarinspitzen
250g Feta
6 Teel. Creme-Fraîche
Zubereitung:
Schäle die Rote Bete und schneide sie in kleine Würfel. Wasche die schönsten Blätter und schneide sie in feine Streifen. Würfle die Schalotte fein und schneide die Rosmarinnadeln klein.
Erhitze das Olivenöl sanft und dünste die Schalotte glasig an. Gib die Rote Bete Würfel und die Blätter hinzu und dünste alles kurz mit. Rühre das Tomatenmark ein, röste es kurz an und lösche alles mit dem Essig ab. Lass diesen kurz einkochen, bevor du die Hälfte des Gemüsefonds zugibst. Das Lorbeerblatt und den Rosmarin hinzufügen und alles zugedeckt etwa 5-10 Minuten sanft köcheln lassen, die Rote Bete sollte noch knackig sein.
Gib die Kritharaki hinzu und lasse alles, unter ständigem Rühren weitere 15 Minuten köcheln. Gieße nach und nach und schluckweise den restlichen Fond an. Sobald die Kritharaki gar sind, schmecke alles mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und Meersalz ab.
Verteile die Rote-Bete-Kritharaki auf hübschen Tellern, zerbrösele den Feta darüber und serviere das Gericht mit einem Klecks Crème fraîche und den frischen Kräutern.
Ein Lieblingsbrötchen aus meiner Backstube passt wunderbar dazu.
Viel Freude beim Kochen und Genießen!